Für eine starke Jugend

 

Liebe Junge Männer, liebe Junge Damen,wir möchten, daß ihr wißt, daß wir euch liebhaben.Wir setzen großes Vertrauen in euch. Und weil das so ist, sprechen wir frei und aufrichtig zu euch.Wir wünschen euch alles Rechte und Gute auf der Welt. Ihr seid nicht einfach irgendwelche Jugendlichen. Ihr seid erwählte Geister; ihr wurdet zurückbehalten, um zu dieser Zeit hervorzukommen, wo die Versuchungen, die Aufgaben und die Möglichkeiten am größten sind. Ihr befindet euch in einer schwierigen Phase des Lebens. Es geht nicht nur darum, rechtschaffen zu leben, sondern auch darum, euren Altersgenossen Vorbild zu sein. Indem ihr gemäß den Grundsätzen der Kirche lebt, werdet ihr fähig, euren Brüdern und Schwestern die Hand zu reichen, sie zu erheben und erbauen.

Gott liebt euch, so wie er jedes einzelne seiner Kinder liebt. Es ist sein Wunsch, seine Absicht und seine Herrlichkeit, daß ihr rein und unbefleckt zu ihm zurückkehrt, nachdem ihr euch einer Ewigkeit der Freude in seiner Gegenwart für würdig erwiesen habt.

Der himmlische Vater denkt an euch. Er hat euch Gebote gegeben, die euch führen und die Richtung weisen. Er hat euch auch Handlungsfreiheit gegeben, das heißt die Freiheit, Entscheidungen zu treffen; dadurch will er euch prüfen und sehen, ob ihr alles tut, was auch immer er euch gebietet (siehe Abraham 3:25). Die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, ist ein von Gott gegebenes und ewiges Prinzip, das die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen mit einschließt.

Wir raten euch: Entscheidet euch dafür, ein sittlich reines Leben zu führen. Der Prophet Alma hat gesagt: "Schlecht zu sein hat noch nie glücklich gemacht." (Alma 41:10.) Ein wahreres Wort wurde nie gesprochen!

Man kann nicht schlecht handeln und sich gut fühlen. Das ist unmöglich. Wenn ihr den momentanen Wunsch nach Vergnügen befriedigt, können viele glückliche Jahre verlorengehen. Der Satan will euch glauben machen, daß man nur glücklich wird, indem man seinen Verlockungen nachgibt und sich auslebt. Um zu erfahren, warum der Satan der "Vater aller Lügen" (2 Nephi 2:18) genannt wird, brauchen wir uns nur das ruinierte Leben derer anzusehen, die Gottes Gebote gebrochen haben.

Ihr vermeidet die Last der Schuld und der Sünde und alles damit einhergehende Leid, wenn ihr nur einfach die Grundsätze befolgt, die euch in den Lehren des Herrn und seiner Diener gegeben werden.

Wir bezeugen, daß dies wahre Prinzipien sind, und wir verheißen euch, daß der Herr euch segnet, wenn ihr euch an die Grundsätze haltet, die in der heiligen Schrift und in dieser Broschüre beschrieben sind. Dazu gehört, daß der Heilige Geist euer ständiger und Ruhe bringender Begleiter sein wird, und auch, daß ihr Frieden und Glück empfinden werdet.

Wir beten darum, daß ihr - die junge, heranwachsende Generation - Körper und Geist rein und von der Verschmutzung durch die Welt frei haltet, damit ihr geeignete und reine Gefäße seid und Aufgaben im Reich Gottes übernehmt, um das Zweite Kommen des Erretters vorzubereiten.

Die Erste Präsidentschaft

 

Grundsätze für die Jugendlichen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Wozu Grundsätze?

Grundsätze sind Regeln oder Richtlinien, die euch helfen sollen, euer Verhalten zu beurteilen. Warum hat der Herr Grundsätze gegeben? Weil er will, daß alle seine Kinder eines Tages zurückkehren und bei ihm wohnen. Er weiß jedoch, daß nur diejenigen, die dazu würdig sind, bei ihm leben können. Anhand der Grundsätze seht ihr, wie gut ihr euch darauf vorbereitet, beim himmlischen Vater zu wohnen. Im Erdenleben sollt ihr lernen, euch zu entscheiden, und zwar für das Gute statt für das Böse, für Dienen statt Selbstsucht, für Freundlichkeit und Rücksicht statt Hemmungslosigkeit und persönlicher Befriedigung. Indem ihr euer Verhalten und eure Gedanken an den Grundsätzen des Vaters im Himmel meßt, könnt ihr euch selbst besser in den Griff bekommen und leichter die richtigen Entscheidungen treffen. Gottes Gebote (Grundsätze) sind unwandelbar und verläßlich. Wenn ihr euch daran haltet, werdet . ihr vom Himmel unzählige Segnungen empfangen, einschließlich der Gabe des ewigen Lebens.

Mit einem Jungen bzw. Mädchen ausgehen

Angemessene Freundschaften gehören zur Vorbereitung auf die Tempelehe. Falls ihr in einem Kulturkreis lebt, in dem es üblich ist, daß Jungen und Mädchen miteinander ausgehen, so warte damit, bis ihr wenigstens sechzehn Jahre alt seid. Geht nur mit jemandem aus, der hohe Grundsätze hat, eure Grundsätze respektiert und euch hilft, die Grundsätze des Evangeliums Jesu Christi zu befolgen.

Man muß als Jugendlicher nicht unbedingt einen festen Freund bzw. eine feste Freundin haben, und manche wollen es überhaupt nicht, und zwar deshalb, weil es sie nicht interessiert, weil sie keine Gelegenheit dazu haben oder weil sie ganz einfach noch keine ernsthafte Beziehung ein gehen wollen. Statt dessen bemühen sie sich in diesen Jahren lieber um gute Freundschaften und verschieben ernsthafte Freundschaften auf später.

Kümmert euch in erster Linie darum, gute Freundschaften aufzubauen, und wenn ihr dann mit jemandem ausgeht so geht in Gruppen.

Plant eure Verabredungen im voraus so, daß ihr etwas unternehmt, was positiv und konstruktiv ist. Unternehmt miteinander etwas, wodurch ihr euch besser kennenlernt. Legt Wert darauf, daß ihr euch in guter Umgebung aufhaltet, wo ihr nicht mit Versuchungen konfrontiert werdet. Sorgt dafür, daß eure Eltern den Jungen bzw. das Mädchen kennenlernen, mit dem ihr ausgehen wollt. Hin und wieder könntet ihr euren Freund bzw. eure Freundin zu Aktivitäten eurer Familie einladen.

 Bereitet euch auch durch solche Freundschaften auf die Tempelehe vor.

Kleidung und äußere Erscheinung

Die Diener Gottes haben seinen Kindern immer schon geraten, sich anständig zu kleiden und so ihm und sich selbst Achtung zu erweisen. Wie ihr euch kleidet, sagt etwas über euch aus und hat oft Einfluß darauf, wie ihr selbst handelt oder wie andere handeln. Kleidet euch darum so, daß es euch und eurer Umgebung zum Besten gereicht. Tragt ihr aber einen freizügigen Badeanzug, nur weil es "in" ist, dann zeigt ihr damit, daß ihr euren Körper benutzt, um Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erregen, und daß Anstand nicht so wichtig ist.

Zur freizügigen Kleidung gehören sehr kurze Shorts, eng anliegende Hosen und anderes, was den Blick auf den Körper freigibt. Nehmt als Mädchen Abstand von schulterfreier, tief ausgeschnittener oder solcher Kleidung, die den Blick auf den Körper freigibt. Die jungen Männer sollen sich in entsprechender Weise anständig kleiden. Niemand soll eng anliegende oder freizügige Kleidung tragen oder bei Kleidung und Benehmen in ein Extrem verfallen.

Als junge Heilige der Letzten Tage könnt ihr eure Achtung vor dem Herrn und vor euch selbst auch dadurch zeigen, daß ihr euch für Versammlungen und Veranstaltungen der Kirche passend kleidet, sei es am Sonntag oder in der Woche. Wenn ihr nicht sicher seid, was angemessen ist, bittet eure Eltern, eure Berater oder den Bischof um Richtlinien.

Freundschaften

  Jeder braucht gute Freunde. Euer Freundeskreis hat großen Einfluß auf euer Denken und Verhalten, ebenso wie ihr das Denken und Verhalten eurer Freunde beeinflußt. - Wenn ihr gemeinsame Wertvorstellungen habt, könnt ihr einander sehr stärken und ermutigen. Falls ihr Freunde habt, die schüchtern sind und sich ausgeschlossen fühlen, dann geht besonders behutsam auf sie ein und gebt euch besonders große Mühe, sie unter den Einfluß eines starken Kreises von guten Freunden zu bringen. Gemeinsam könnt ihr in hohem Maße nach den Grundsätzen des Evangeli- ums leben. Behandelt jeden Menschen freundlich und mit Würde. Ladet eure Freunde unter den Nichtmitgliedern zu Veranstaltungen der Kirche ein, wo sie etwas über die Grundsätze und Prinzipien des Evangeliums erfahren können. Bezieht sie in eure Aktivitäten in der Woche und in die sonntäglichen Versammlungen ein. Gebt ihnen das Gefühl, daß sie willkommen sind und gebraucht werden. Viele Nichtmitglieder haben sich deshalb der Kirche angeschlossen, weil sie Freunde hatten, die sie in Veranstaltungen der Kirche einbezogen haben.

Ehrlichkeit 

Seid euch selbst und anderen gegenüber ehrlich; daß schließt auch den Herrn mit ein. Ehrlichkeit gegenüber euch selbst führt zu Frieden und Selbstachtung. Wenn ihr anderen gegenüber ehrlich seid, legt ihr dadurch das Fundament für Freundschaft und Vertrauen. Zum Beispiel: Ehrlichkeit den Eltern gegenüber trägt dazu bei, ein vertrauensvolles und bleibendes Verhältnis zu ihnen aufzubauen. Unehrlichkeit schadet euch selbst, und sie schadet meist auch anderen Menschen.

Ehrlichkeit gegenüber dem Herrn führt zu Vertrauen und zu Segnungen. Lügen schädigt euren Geist. Stehlen oder Ladendiebstahl hat dieselbe Wirkung, wie Mogeln in der Schule. Der Herr hat gesagt: "Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen." (Exodus 20:15,16.) Versucht nicht, Unrecht als Recht darzustellen. Zum Ehrlichsein gehört auch der Mut, das zu tun, von dem man weiß, daß es recht ist.

Sprache

Wie ihr sprecht und welche Worte ihr wählt, sagt viel darüber aus, wie ihr von anderen gesehen werden wollt. Wählt eure Sprache so, daß die Menschen in eurer Umgebung erbaut und erhoben werden. Fluchen, vulgäre oder grobe Redeweise und unpassende oder zweideutige Witze beleidigen den Herrn. Sie schaden dem Geist und setzen euch herab. Erniedrigt euch nicht selbst, indem ihr derartig redet oder solche Witze erzählt, selbst wenn die Leute in eurer Umgebung das tun. Mißbraucht nie den Namen Gottes oder Jesu Christi. Der Herr hat gesagt: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen." (Exodus 20:7.) Seid euren Freunden und anderen ein gutes Vorbild, indem ihr eure Gefühle und Empfindungen in sauberer Weise ausdrückt. Tratsch ist eine weitere Art von schädlichem Sprachgebrauch. Wenn ihr etwas Schlechtes über jemanden sagt, der nicht anwesend ist, oder wenn ihr etwas Vertrauliches über jemanden wißt und das weitererzählt, dann tratscht ihr. Tratsch fügt anderen Menschen Leid und Schmerz zu. Der Herr hat uns geboten, einander zu lieben. Befolgt dieses Gebot, indem ihr freundlich und positiv über andere sprecht.

 Medien: Kino, Fernsehen, Radio, Videokassetten, Bücher und Zeitschriften

 Der himmlische Vater hat uns geraten, nach allem zu trachten, was tugendhaft oder liebenswert ist, was guten Klang hat oder lobenswert ist (siehe den 13. Glaubensartikel). Was immer ihr lest, anhört oder anschaut, hinterläßt einen Eindruck bei euch. Öffentliche Unterhaltung und die Medien können euch viele positive Erfahrungen vermitteln. Sie können euch erheben und anregen, euch gute und sittliche Grundsätze lehren und euch dem Schönen näherbringen, das dieses Leben bietet. Sie können aber auch Schlechtes und Böses normal, begeisternd und annehmbar erscheinen lassen. Pornographie ist besonders gefährlich und suchterregend. Neugieriges Anschauen von Pornographie kann zu einer verhaltensbestimmenden Gewohnheit werden, die zu härterem Material und zu sexueller Übertretung führt.

Wenn man fortgesetzt Pornographie anschaut, stumpft der Geist ab, und die Stimme des Gewissens wird immer leiser. Großer Schaden entsteht daraus, daß man pornographisches Material liest oder betrachtet. Es weckt Gedanken, die die Selbstbeherrschung schwächen.

Seien es Konzerte, Filme, Videokassetten oder sonst etwas - wenn es vulgär, unsittlich, unpassend, zweideutig oder in irgendeiner Weise pornographisch ist, dann geht nicht hin und nehmt nicht daran teil. Altersempfehlungen oder sonstige Einstufungen von Filmen zeigen nicht immer zuverlässig an, ob der Inhalt des Films den guten Geschmack beleidigt. Falls etwas sich nicht mit den Grundsätzen des himmlischen Vaters verträgt, so habt keine Angst, das Kino zu verlassen, das Gerät abzuschalten oder den Sender zu wechseln. Lest auch keine Bücher oder Zeitschriften und schaut keine Bilder an, die pornographisch sind oder Unsittlichkeit als annehmbar darstellen.

Kurz gesagt, wenn ihr nicht sicher seid, ob ein bestimmter Film, ein Buch oder eine andere Art der Unterhaltung schicklich ist, dann schaut nicht hin, lest es nicht, nehmt nicht daran teil.

Geistige und körperliche Gesundheit

Der Herr hat euch geboten, Körper, Verstand und Geist gesund zu halten. Der Apostel Paulus hat gesagt: "Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr." (1 Korinther 3:16,17.) Nahrhafte Mahlzeiten, regelmäßige körperliche Betätigung und genug Schlaf sind für einen gesunden Körper ebenso nötig, wie ständiges Studium der heiligen Schrift und Beten Verstand und Geist stärken. Selbst Menschen, die körperlichen Beschränkungen unterworfen sind, kommt es körperlich und geistig zugute, wenn sie sich an vernünftige Gesundheitsregeln halten.

Harte Drogen, Mißbrauch von rezeptpflichtigen Medikamenten, Alkohol, Kaffee, Tee und Tabakprodukten - beispielsweise Zigaretten, Schnupftabak, Kautabak, Zigarren und Pfeifentabak - untergraben das Wohlbefinden von Körper, Verstand und Geist. Tabak kann euch versklaven, eure Lunge schwächen und euer Leben verkürzen.

Jede Form von Alkohol, einschließlich Bier, schadet eurem Geist und eurem Körper. Trinken trübt euer Gewissen, ist teuer und kann zu Alkoholismus führen, und der ist zerstörerisch, gefährlich und tödlich.

Wenn ihr das Wort der Weisheit (siehe LuB 89) beachtet und die Gesundheit auch auf andere Weise fördert, bleibt ihr frei und habt euer Leben im Griff. Dann seid ihr mit einem reinen Körper und einem wachen Verstand und der Fähigkeit gesegnet, vom himmlischen Vater durch den Heiligen Geist Hilfe und Unterstützung zu bekommen.

Musik und Tanz

Musik kann euch helfen, euch dem himmlischen Vater zu nahen. Sie kann bilden, erbauen, anregen und einigen. Musik kann aber auch zu schlechten Zwecken gebraucht

werden. Durch Tempo, Takt, Lautstärke und Text kann sie eure geistige Empfindsamkeit trüben. Ihr könnt es euch nicht leisten, euren Sinn mit schlechter Musik vollzustopfen. Musik kann ein wichtiger und machtvoller Teil des Lebens sein. Ihr müßt sorgfältig und mit Beten erwägen, was ihr euch üblicherweise anhört. Ihr müßt willens sein, eure Hörgewohnheiten zu beherrschen, und Musik meiden, die für den Geist schädlich ist. Hört keine Musik an, die Gedanken vermittelt, welche den Grundsätzen des Evangeliums entgegenstehen. Hört keine Musik an, die den Satanskult oder sonstige böse Praktiken fördert, zur Unsittlichkeit aufruft, gemeine oder schlechte Sprache verwendet oder auf andere Weise den Geist vertreibt. Urteilt mit Sorgfalt und Reife, welche Musik ihr hören wollt, und wie laut sie sein soll.

Tanzen kann Spaß machen und eine Gelegenheit schaffen, neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu vertiefen. Tanzen kann jedoch auch mißbraucht werden. Tanzt nicht zu eng und vermeidet intime Tanzfiguren mit eurem Partner. Plant Tanzveranstaltungen und nehmt an solchen Veranstaltungen teil, wo Kleidung, äußere Erscheinung, Beleuchtung, Tänze, Texte und Musik zu einer Atmosphäre beitragen, in der der Geist des Herrn zugegen sein kann.

Sexuelle Reinheit

Nach dem Rat des himmlischen Vaters sollen seine Kinder sexuelle Intimität der Ehe vorbehalten. Die körperliche Beziehung zwischen den Ehepartnern kann schön und heilig sein. Sie ist von Gott dazu bestimmt, Kinder zu zeugen und Ausdruck der Liebe innerhalb der Ehe zu sein "Darum verläßt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch." (Genesis 2:24)

Gerade weil die Sexualität so heilig ist, verlangt der Herr Selbstbeherrschung und Reinheit vor der Ehe und völlige Treue in der Ehe. Wenn ihr mit jemandem ausgeht, behandelt ihn bzw. sie mit Respekt, und verlangt auch von ihm bzw. von ihr, euch mit Respekt zu behandeln. Betrachtet euren Freund bzw. eure Freundin niemals als Objekt eure lüsternen Wünsche oder für eure Selbstbestätigung. Unangemessener körperlicher Kontakt kann zum Verlust der Selbstbeherrschung führen. Seid stets Herr über euch und eure Empfindungen.

Bestimmte Verhaltensweisen hat der Herr insbesondere verboten; dazu gehören alle sexuellen Beziehungen vor der Ehe, Petting, Perversionen (beispielsweise Homosexualität Vergewaltigung und Blutschande), Selbstbefriedigung und Beschäftigung mit sexuellem Verkehr in Gedanken, Wort und Tat (siehe Für Eltern, Seite 36-39).

Homosexuelles und lesbisches Verhalten sind sündig und dem Herrn ein Greuel (siehe Römer 1:26,27,31). Unnatürliche Neigung zu jemandem des eigenen Geschlecht steht dem ewigen Plan entgegen, den Gott für seine Kinde hat. Ihr seid dafür verantwortlich, daß ihr die richtigen Ent -scheidungen trefft. Ob sich lüsterne Gefühle und Wünsche auf jemanden des eigenen oder des anderen Geschlechts richten - sie können zu schwerwiegenderen Sünden führen. Ein Heiliger der Letzten Tage muß lernen, sich selbst zu beherrschen und Selbstdisziplin zu üben.

Ein Opfer von Vergewaltigung, Blutschande oder sexuellem Mißbrauch hat sich keiner Sünde schuldig gemacht. Wer einem dieser schrecklichen Verbrechen zum Opfer gefallen ist, darf sicher sein, daß Gott ihn bzw. sie immer noch liebt! Außerdem kann der Bischof während des seelischen Heilungsvorgangs helfen und Führung geben, wenn man ihn um Rat bittet.

Die oben erwähnten Lehren und Grundsätze werden durch die heilige Schrift bekräftigt: "Darum sage ich: Laßt euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, so daß ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt. Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid, Mißgunst, Trink- und Eßgelage und ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben." (Galater 5:16,17, 19-21.)

Verhalten am Sonntag

Der Herr hat den Sabbat zu eurem Nutzen gegeben und euch geboten, ihn heiligzuhalten. An diesem heiligen Tag sollt ihr den Herrn verehren, die Familienbande stärken, anderen Menschen helfen und euch dem Herrn nahen. Eure Kleidung soll auch vor und nach den Versammlungen zeigen, daß ihr den Sabbat achtet.

Viele Aktivitäten sind am Sonntag angebracht; er ist jedoch kein Feiertag. An diesem Tag sollt ihr kein Vergnügen suchen und auch möglichst kein Geld ausgeben. Wenn ihr euch um eine neue Arbeitsstelle bewerbt, solltet ihr eurem zukünftigen Arbeitgeber vielleicht sagen, daß ihr am Sonntag eure Versammlungen besuchen und den Sabbat heilighalten wollt. Viele Arbeitgeber schätzen Angestellte mit dieser inneren Überzeugung. Bemüht euch um Arbeit, bei der ihr nicht am Sonntag arbeiten müßt.

Umkehr

Manche Menschen brechen wissentlich Gottes Gebote. Sie nehmen sich vor, umzukehren, bevor sie auf Mission gehen oder die heiligen Bündnisse und Verordnungen des Tempels empfangen. Die Umkehr von solchem Verhalten ist schwierig und schmerzvoll und kann lange dauern. Es ist besser, gar nicht erst zu sündigen. Bestimmte Sünden sind so schwerwiegend, daß sie eure Mitgliedschaft in der Kirche und euer ewiges Leben gefährden. Zu diesen so ernsten Sünden gehören die sexuellen Sünden.

Wo die getroffenen Entscheidungen bereits zu sexueller Unreinheit geführt haben, ist die Umkehr der Weg zurück. Sprecht mit euren Eltern und mit dem Bischof. Sie haben euch lieb und werden euch erklären, wie ihr umkehren und euer Leben wieder in Ordnung bringen könnt. Befolgt ihren Rat.

Das Wunder Vergebung ist wirklich, und wahre Umkehr wird vom Herrn angenommen. Bei einigen Sünden erfordert die völlige Umkehr, daß wir die Sünden nicht nur dem Herrn bekennen und sie mit ihm regeln, sondern daß wir es auch mit der Kirche tun. Der Bischof und der Pfahlpräsident sind durch Offenbarung dazu bestimmt worden, in diesen Fällen als Richter zu dienen.

Nur der Herr kann Sünden vergeben, aber diese Priestertumsführer können dem Übertreter beim Vorgang der Umkehr helfen. Bei Übertretung in schweren Fällen können seitens der Kirche Disziplinarmaßnahmen erforderlich sein, und es kann zum Gemeinschaftsentzug oder zur Exkommunizierung kommen. Das sind Maßnahmen, die nur getroffen werden, wenn sie für die Umkehr nötig sind. Falls ihr gesündigt habt, so gilt: Je früher ihr euch auf den Rückweg macht, desto früher werdet ihr den Frieden und die Freude finden, die mit der Vergebung, diesem Wunder, einhergehen.

Wenn ihr diese Grundsätze befolgt, werdet ihr die Macht des Geistes des Herrn spüren und erfahren; ihr werdet die Wahrheit kennenlernen, und ihr werdet Vertrauen zu euch selbst und zum Herrn gewinnen. Der Erretter hat gelehrt: "Die Wahrheit wird euch befreien." (Johannes 8:32.) Wenn ihr an dieser Freiheit und diesem Frieden zunehmt, werdet ihr den Frieden Jesu Christi erleben, einen Frieden, aus dem große Stärke erwächst.

Geistige Hilfe

Als ihr als Mitglied der Kirche bestätigt wurdet, habt ihr das Recht empfangen, daß der Heilige Geist euch begleitet. Er kann euch helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wenn ihr in Bedrängnis oder in Versuchung seid, braucht ihr euch nicht allein zu fühlen. Der Heilige Geist hilft euch, Recht von Unrecht zu unterscheiden. "Denn diejenigen, die weise sind . . . [haben] sich den Heiligen Geist als Führer genommen" (LuB 45:57).

Zusammenfassung: Würdigkeit und Dienen

Freude und Glück kommen daher, daß man so lebt, wie der Herr es haben will, und daß man Gott und anderen Menschen dient. Der Herr bittet euch darum, daß ihr euer Leben rein haltet, nach seinem Geist trachtet, eure Selbstachtung wahrt und auf eure Familie und eure Freunde guten Einfluß ausübt. Der eine oder andere eurer Freunde oder jemand aus der Familie lebt vielleicht nicht so, wie der Herr es seinen Kindern rät. Der Herr bittet euch, diese Menschen nicht zu richten, sondern sie zu lieben, nach passenden Wegen zu suchen, ihnen zu dienen und ein Licht zu sein, das ihnen seinen Weg weist. Er hat gesagt: "Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt." (Johannes 13:35.)

Das Dienen ist eine Möglichkeit, anderen Menschen zu zeigen, daß ihr sie liebhabt. Achtet auf Gelegenheiten, anderen Menschen zu dienen, und zwar in eurer Familie, in der Nachbarschaft, in der Schule, im Gemeinwesen und in der Kirche. Die heilige Schrift erinnert uns: "Wenn ihr euren Mitmenschen dient, allein dann dient ihr eurem Gott." (Mosia 2:17.) Ihr könnt wirksameren Dienst leisten, wenn ihr hohe Grundsätze befolgt. Tretet stets für den Weg des Herrn ein. Er hat versprochen, euch zu helfen, wenn ihr die Grundsätze des Evangeliums befolgt.

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Ein Informationsangebot über die Kirche Jesu Christi     der Heiligen der Letzten Tage

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